Kristallkalk Sonnenschutz – 25 kg
CHF 64.65 inkl. MwSt.
Kristallkalk hält das Blatt an heissen Tagen kühler. Der weisse Film aus feinen Kalkkristallen wirft einen Teil des Sonnenlichts zurück: In Zuckerrüben hat Bodenversum im Mittel 29,1 statt 32,2 °C Blatttemperatur gemessen.
Die Photosynthese bremst das nicht. An einem heissen Sommertag hat das Blatt Licht im Überfluss, zu schaffen macht ihm die Hitze. In allen Versuchen, die uns Bodenversum vorgelegt hat, lag der Ertrag mit Kristallkalk über der Kontrolle.
Geeignet für Zuckerrüben, Kartoffeln, Getreide, Gemüse, Reben und Obst, auch als Stammanstrich. Die nadelförmigen Kristalle haften besser auf dem Blatt als gemahlener Spritzkalk.
Mit der Pflanzenschutzspritze ausbringen: 6–10 kg/ha je nach Wassermenge, 2–8 Anwendungen pro Saison, keine Wartezeit bis zur Ernte.
Inhalt: 25 kg Sack
Auf Anfrage: Palette à 42 Sack, 1050 kg
Was der Film macht

Kristallkalk legt einen weissen Belag aufs Blatt, der einen Teil des Sonnenlichts zurückwirft, auch UV-Strahlung. Das Blatt erwärmt sich dadurch weniger. Bodenversum gibt 3 bis 6 °C tiefere Blatttemperaturen an. In Zuckerrüben hat Bodenversum mit der Wärmebildkamera im Mittel 29,1 statt 32,2 °C gemessen.
Das zählt, weil der Ertrag oft genau in den heissesten Wochen gebildet wird. C3-Pflanzen, also alle Kulturen ausser Mais, Hirse und Amaranth, bilden laut Bodenversum bei 25 bis 27 °C Blatttemperatur am meisten Ertrag. Darüber arbeitet die Photosynthese weniger effizient. Ein kühleres Blatt muss zudem weniger Wasser verdunsten, um sich zu kühlen.

Weniger Licht, aber nicht weniger Ertrag
Der Film wirft Licht zurück, und trotzdem bekommt die Photosynthese genug. Laut Bodenversum reichen ihr 20 bis 30 % des Sonnenlichts. An einem heissen Sommertag ist Licht im Überfluss da. Der Engpass ist die Temperatur.
Die Versuche zeigen dasselbe: In jedem Versuch, den uns Bodenversum vorgelegt hat, lag der Ertrag mit Kristallkalk über der Kontrolle, zwischen +3 und +18 %. Zucker- und Stärkegehalt blieben bei Zuckerrüben und Kartoffeln mindestens gleich.
Warum Kristalle besser haften als gemahlener Kalk
Kristallkalk entsteht in drei Schritten: Kalkstein brennen, zu Kalkmilch löschen und das beim Brennen frei gewordene CO2 wieder einleiten. Dabei kristallisiert sehr reines Calciumcarbonat aus: spitze Nadeln, im Mittel 2 µm gross. Gemahlener Kalk besteht dagegen aus runden bis würfeligen Körnern in sehr unterschiedlicher Grösse.


Aufnahmen mit dem Rasterelektronenmikroskop: Bodenversum
Die Nadeln verhaken sich auf der Blattoberfläche, statt abzurollen. Im Vergleich von Bodenversum mit je 3 % Kalk und Netzmittel deckte Kristallkalk das Blatt nach dem Antrocknen dichter. Nach 10 l/m² Regen blieb von Kristallkalk sichtbar mehr auf dem Blatt. Den Vergleich siehst du in der Bildergalerie.
Zuckerrüben und Kartoffeln
Für diese beiden Kulturen hat Bodenversum am meisten gemessen. In Zuckerrüben stieg der Zuckerertrag 2024 nach vier Behandlungen um 9,5 %, 2025 nach fünf Behandlungen um 20,6 %. Der Zuckergehalt lag in beiden Jahren höher. Bei Kartoffeln lag der Mehrertrag in vier Sorten zwischen 5 und 14 %, der Stärkegehalt blieb gleich.
Starte bei Bestandesschluss und behandle danach alle 2–3 Wochen. Der Film muss auf dem Blatt sein, bevor die Hitze kommt.
Reben
Im Rebbau kommt Kristallkalk auf die Laubwand: nach der Blüte 2–4 Behandlungen im Abstand von 2–3 Wochen. Für die Traubenzone empfiehlt Bodenversum eine Behandlung zu Reifebeginn.
Säure und pH blieben im Exaktversuch der LFS Hollabrunn gleich (Grüner Veltliner, drei Wiederholungen): 10,3 statt 10,5 g/l Säure, pH 3,09 statt 3,05. Der hefeverwertbare Stickstoff lag dort 29 % höher. In zwei Praxisversuchen von Bodenversum im Weinviertel 2025 lag die Säure einmal 0,4 g/l höher und einmal 0,5 g/l tiefer.
In den vier Praxisversuchen 2024 und 2025 lag der Zucker gleich oder bis 0,9 °KMW höher (1 °KMW entspricht rund 5 °Oe). In Hollabrunn lag er 1,3 °KMW tiefer, bei 9 % mehr Ertrag ohne Ausdünnung. Gemessen sind in allen Versuchen Mostwerte, Weinanalysen liegen uns keine vor.
Obst und Stammschutz
Im Obstbau gilt fürs Laub dasselbe wie bei den Reben: 10 kg Kristallkalk in 300 l Wasser pro Hektare, mit Netzmittel. Auf grösseren Früchten kann der Belag bis zur Ernte sichtbar bleiben, darauf weist Bodenversum hin.
Als Stammanstrich wirft der weisse Belag die Sonne zurück und hält die Rinde kühler. Bodenversum empfiehlt ihn gegen Frostrisse. Dafür 10–20 kg/ha in 300 l Wasser mit Netzmittel spritzen. Mit der Handspritze geht auch ein dickerer Anstrich, bis 1 Teil Kristallkalk auf 3 Teile Wasser. Vorher anrühren und beim Spritzen ständig rühren.
Anwendung
| Kultur | Aufwandmenge | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Getreide | 10 kg/ha, unabhängig von der Wassermenge | 1. bei voll entwickeltem Fahnenblatt, 2. zur Blüte (Ährenbehandlung) |
| Kartoffeln, Zuckerrüben | 6–10 kg/ha je nach Wassermenge | ab Bestandesschluss, danach alle 2–3 Wochen |
| Gemüse | 6–10 kg/ha je nach Wassermenge | sobald alle Laubblätter entwickelt sind, danach alle 2–3 Wochen |
| Hopfen | 6–10 kg/ha je nach Wassermenge | gegen Ende des Längenwachstums, danach alle 2–3 Wochen |
| Reben, Laubwand | 10 kg/ha in 300 l Wasser, mit Netzmittel | nach der Blüte, 2–4 Mal im Abstand von 2–3 Wochen |
| Reben, Traubenzone | 10 kg/ha in 400–500 l Wasser | 1 Mal zu Reifebeginn |
| Obst, Laub | 10 kg/ha in 300 l Wasser, mit Netzmittel | vor der ersten Hitzeperiode, danach alle 2–3 Wochen |
| Stammanstrich | 10–20 kg/ha in 300 l Wasser, mit Netzmittel; Handspritze bis 1 Teil auf 3 Teile Wasser | nach Bedarf |
Die Aufwandmenge richtet sich nach der Wassermenge: 200 l/ha → 6 kg/ha, 300–400 l/ha → 8 kg/ha, 500 l/ha → 10 kg/ha. Das sind 2–3 % in der Spritzbrühe. 2–8 Anwendungen pro Saison, keine Wartezeit bis zur Ernte.
Brühe ansetzen
Kristallkalk bei laufendem Rührwerk ins Wasser einmischen, danach Zitronensäure zugeben: 1 Liter flüssig (50 %) oder 0,7 kg Pulver je 1000 Liter Wasser. Das hält die Verteilung homogen. Ein Netzmittel ist empfehlenswert, denn geschützt ist nur, was benetzt ist.
Während der ganzen Fahrt rühren. Stand das Rührwerk beim Transport still, vor dem Spritzen nochmals aufrühren. Mindestens 4–5 bar fahren, Doppelflachstrahldüsen sind im Vorteil. Auf den trockenen Bestand spritzen.
Kristallkalk lässt sich mit vielen Blattdüngern und Pflanzenschutzmitteln mischen. Die Mischbarkeit vorher im Kleinversuch prüfen. Säure zur pH-Senkung erst nach dem Kristallkalk zugeben. Spritze nach der Anwendung gründlich reinigen, Filter und Düsen eingeschlossen, am Saisonende eine Grundreinigung mit Zitronensäure.
Was der Film nicht kann
- Er ersetzt kein Wasser. Fehlt es im Boden, hilft auch die tiefere Blatttemperatur nur begrenzt.
- Er wirkt nur, wo er liegt. Neuer Zuwachs ist ungeschützt, und starker Regen trägt den Film mit der Zeit ab. Deshalb die Folgebehandlungen alle 2–3 Wochen.
- Er wirkt nur vorbeugend. In einen schon geschädigten Bestand hinein bringt eine Behandlung nichts mehr.
- Er bleibt sichtbar. Auf grösseren Früchten und auf Trauben kann der Belag bis zur Ernte zu sehen sein. Bei Tafelobst und Tafeltrauben einplanen.
Was drin ist
| Gesamt-Calcium | 39,0 % Ca |
| Gesamt-Calciumoxid | 55,0 % CaO |
| Ausgangsstoff | Kalkstein; Calciumcarbonat auskristallisiert, Korngrösse Mittelwert 2,0 µm |
| Formulierung | wasserdispergierbares Pulver |
| Gebinde | 25 kg netto, Palette à 42 Sack (1050 kg) |
| Produzent | Bodenversum e.U., AT-3361 Aschbach-Markt |
Nebenbei bringt jede Behandlung Calcium aufs Blatt.
Sicherheit und Lagerung
Trocken lagern, für Kinder und Haustiere unzugänglich. Spritz- und Sprühnebel nicht einatmen. Beim Ansetzen und Ausbringen eine filtrierende Halbmaske mit Feinstaubfilter tragen.
Kristallkalk ist nach GHS nicht eingestuft. Das Sicherheitsdatenblatt schicken wir dir auf Anfrage kostenlos.
Du brauchst eine ganze Palette (42 Sack)? Schreib uns an info@edapro.ch.
Additional Information
| Weight | 25 kg |
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